Guide: Online-Plattform erstellen

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Klein starten, gross rauskommen? Hier zeigen wir dir, wie du eine Online-Plattform erstellen kannst – Schritt für Schritt in unserem Guide. Du erfährst, welche Arten es gibt, welche Funktionen möglich sind und wie du eine anfangs kleine Plattform so vorbereitest, dass sie später problemlos wachsen kann.

22.3.2025

5

min Lesezeit
Autor
Denis Gomes Iljazi
CEO & Co-Founder Axisbits GmbH
Inhalte
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Die Grundlagen: Planung und Zielsetzung

Bevor du an die eigentliche Erstellung deiner Online-Plattform herangehst, empfehlen wir dir, einige grundsätzliche Fragen zu klären:

  • Worum geht es auf der Plattform? (Shop, Online-Kurs, Community, Kursplattform, Marktplatz, Streaming-Plattform etc.)
  • Wer ist deine Zielgruppe? (B2B, Endkunden, spezielle Interessen…)
  • Was soll die Plattform leisten? (Verkaufen, Wissen vermitteln, Austausch ermöglichen…)

Warum das wichtig ist:

Die Antworten auf diese Fragen helfen dir beim nächsten Schritt: der konkreten Planung. Je besser du dein Ziel und die Ansprüche an deine Online-Plattform kennst, desto besser kannst du darauf hinarbeiten. 

  • Fokus: Du vermeidest, an zu vielen Fronten gleichzeitig zu arbeiten.
  • Zeitverantwortliches Planen: Je genauer du weisst, was du brauchst, desto schneller kommst du an die richtigen Lösungen.
  • Klarheit für Dritte: Wenn du später Designer, Programmierer oder Investoren an Bord holst, kannst du ihnen ein klares Bild deines Projektes zeichnen.

Möglicher Funktionsumfang – Deine Gedankensammlung

Damit du nichts Wichtiges vergisst, findest du hier viele typische Funktionen, die für deine Online-Plattform interessant sein können. Gehe die Liste durch und lege für dich selbst fest, welche Punkte du streichen, und welche du unbedingt mitnehmen möchtest:

  • Benutzerregistrierung und -verwaltung: Benutzerkonten, Passwort-Reset, Rollen und Rechte (z. B. Admin, Moderator, User)
  • Profil- oder Dashboard-Funktionen: Eigene Daten verwalten, Statistiken abrufen, Fortschritte oder Bestellungen ansehen
  • Zahlungsabwicklung (für Shops oder kostenpflichtige Plattformen): Anbindung an gängige Bezahldienste wie PayPal, Stripe, Kreditkarten etc.
  • Produkt- oder Content-Verwaltung: Produkte anlegen, Preise verwalten bei einem Shop; Forenbeiträge, Gruppen, Kommentare bei einer Community
  • Content Management System (CMS): Blog- oder Artikelverwaltung, redaktionelle Inhalte, SEO-Funktionen
  • Nachrichten- oder Chatfunktionen (für Communities oder Support): Direktnachrichten, öffentliche Beiträge, FAQs
  • Uploads von Dateien oder Bildern: Benutzer können Bilder hochladen (z. B. für Profilbilder, Produktfotos); Videos oder Dokumente (z. B. für Lernplattformen)
  • Suchfunktionen: Relevante Treffer und Filter (z. B. nach Kategorien, Stichwörtern)
  • Analytics und Tracking: interne Auswertung, um zu sehen, was auf deiner Plattform passiert
  • Sicherheit und Datenschutz: SSL-Verschlüsselung, DSGVO-konforme Cookie-Banner, sichere Passwortrichtlinien
  • Mehrsprachigkeit (falls deine Zielgruppe international ist)
Tipp: Nutze für deine Recherche Plattformen, die du selbst gern nutzt und gehe die dort vorhandenen Funktionen schrittweise durch. Am “lebenden Objekt” lernst du unserer Erfahrung nach mehr über deine Vorstellungen, als wenn du diese nur theoretisch durchspielst.

Technische Ansätze – von No-Code bis hin zum Full-Stack

Je nachdem, wie viel Erfahrung du hast, oder wie komplex deine Plattform werden soll, bieten sich verschiedene Wege der technischen Umsetzung an. Hier stellen wir dir die gängigsten Wege vor, samt der jeweiligen Vor- und Nachteile.

Baukästen und No-Code

Beispiele: Wix, Squarespace, Webflow, Bubble

Vorteile:

  • Sehr schnelle Umsetzung ohne Programmierkenntnisse
  • Viele vorgefertigte Templates und Plugins
  • Oft günstig, vor allem für den Start

Nachteile:

  • Eingeschränkte Individualisierung, wenn es wirklich komplex werden soll
  • Laufende Kosten für die Plattform können sich im Laufe der Zeit summieren
  • Abhängigkeit vom Anbieter (weniger Flexibilität bei Umzug)

Für ein erstes Proof of Concept können diese Baukastensysteme herhalten – unterschätze dabei jedoch nicht den enormen Zeitaufwand, der trotz der Versprechen der Anbieter unweigerlich hineinfliessen wird. Es bleibt gut abzuwägen, ob diese zeitliche Investition in ein womöglich nur kurzfristig genutztes System wirklich lohnenswert ist.

Сontent-Management-Systeme (CMS)

Beispiele: WordPress, Joomla, Drupal

Vorteile:

  • Grosse Community, viele Plugins (z. B. E-Commerce, Foren, Kursbereiche)
  • Relativ schneller Start, viele Vorlagen
  • Breite Palette an Hosting-Anbietern

Nachteile:

  • Starke Abhängigkeit von Plugins (können veralten oder Konflikte auslösen)
  • Sicherheitsthemen (regelmässige Updates sind Pflicht)
  • Leistung kann bei grossem Wachstum an Grenzen stossen (aber es gibt Lösungen)

Gerade der Einsatz vieler Plugins stellt oft eine Stolperfalle dar, die mit der Zeit nur grösser wird. Es braucht viel Zeit und Wissen, um die Plugins dauerhaft funktionsfähig und untereinander kompatibel zu halten.

Shop-Systeme (E-Commerce)

Beispiele: Shopify, Shopware, Magento, WooCommerce (für WordPress)

Vorteile:

  • Speziell für Shops konzipiert (mit Warenkorb, Zahlungsabwicklung)
  • Shopify bietet viel Komfort (gehostete Lösung, Support)
  • Magento oder Shopware sind sehr leistungsstark und erweiterbar

Nachteile:

  • Bei gehosteten Lösungen (z. B. Shopify) bist du an das System gebunden
  • Open-Source-Lösungen wie Magento erfordern mehr technisches Know-how und Wartung

Einige Shop-Systeme benötigen ein zugrunde liegendes CMS als tragendes System, daher ist diese Kategorie eher als Erweiterung der Content-Management-Systeme zu sehen. 

Frameworks und Full-Stack-Programmierung

Beispiele: Vue.ja (Frontend) + PHP/Laravel (Backend)

Vorteile:

  • Maximale Kontrolle und Flexibilität
  • Perfekt anpassbar an komplexe oder sehr individuelle Anforderungen
  • Gute Skalierbarkeit bei richtigem Setup

Nachteile:

  • Höhere Lernkurve oder Bedarf an Fachleuten
  • Höhere Kosten bei externer Entwicklung
  • Du bist für (fast) alles selbst verantwortlich (Hosting, Sicherheit, Updates)

Eine individuell erstellte Online-Plattform ist förmlich das Flaggschiff unter den Plattformen. Hier hast du die volle Kontrolle über jedes Detail und kannst deine Wünsche vollständig umsetzen. Wichtig: Auf diese Weise erstellte Online-Plattformen sind praktisch unbegrenzt skalierbar – hier wirst du nicht auf Grenzen stossen.

Tipp: Einer Fullstack bzw. Hardcode-Programmierung kann immer auch ein Proof of Concept bzw. Minimum Viable Product (MVP) vorausgehen. Dies wird als No-Code/Low-Code erstellt und später auf Hardcode umgestellt. Vorteil: Der Aufwand ist anfangs geringer und du kommst schneller an eine Version deiner Plattform, mit der du deine Idee zuerst testen kannst.

Wenn du bereits eine konkrete Projektidee auf dem Tisch hast und eine Beratung zur Umsetzung brauchst, melde dich bei uns. Wir zeigen dir den Weg auf, mit dem du deine Online-Plattform am besten erstellen kannst.

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Klein starten und später skalieren

Wie bereits gezeigt, ergibt es für viele Projekte Sinn, zunächst in einer kleineren Version live zu gehen: Einem Minimum Viable Product (MVP). Dabei fokussierst du dich auf die Kernfunktionen, testest, ob es dafür eine Nachfrage gibt und holst Feedback ein.

  • Starte mit deiner Kernidee
  • Erweitere den Kreis der Tester schrittweise
  • Füge Schritt für Schritt Features hinzu

Skalierungstipps:

  • Vermeide überdimensionierte Lösungen am Anfang: Du zahlst sonst für etwas, was du vielleicht nie brauchst.
  • Automatisiere, wo möglich: E-Mail-Marketing, Abrechnungen, Benachrichtigungen etc. – das spart Zeit, wenn die Nutzerzahlen steigen.
  • Baue ein Team auf: Spätestens wenn deine Plattform wächst, brauchst du häufig Design-, Marketing- oder Entwickler-Support.

Es ist wichtig, im Auge zu behalten, wann die Grenzen des MVP erreicht sind und du mit deiner Online-Plattform den Weg einer Hardcode-Programmierung einschlagen solltest.

Budget und Ressourcen – wie du deine Plattform umsetzen kannst

1. Online-Plattform selbst erstellen

Kosten: Vor allem Zeit, hinzu kommen Kosten für Plugins, Themes, Hosting.

Vorteile: Du bist unabhängig, lernst viel, hast die volle Kontrolle.

Nachteile: Langer Lernprozess, wenn du wenig Vorwissen hast. Dazu eine steile Lernkurve. Oft entstehen Fehler, die du erst spät bemerkst.

2. Zusammenarbeit mit einer Agentur

Kosten: Je nach Komplexität, lassen sich jedoch oft monatlich bzw. anhand von Meilensteinen zahlen.

Vorteile: Expertenwissen, meist schnellere Umsetzung, professionelle Beratung, bessere Qualität, Vermeidung teurer Anfängerfehler und Umwege.

Nachteile: Höhere Investition, die jedoch ihrem Namen Rechnung trägt.

Tipp: In einigen MVPs lässt sich bereits Geld verdienen, wenn die Marktfeedback sehr gut ist. So kannst du einen Teil der Entwicklungskosten mit diesen frühen Einnahmen gegenfinanzieren. Ausserdem sind diese Einnahmen ein positives Signal für die Tragfähigkeit deiner Idee.

Wichtige Begriffe, die bei der Erstellung einer Online-Plattform auftauchen

Du musst nicht alles auswendig wissen, aber diese Begriffe begegnen dir häufig:

  • Hosting: Speicherplatz im Internet, auf dem deine Plattform läuft.
  • Domain: Deine Webadresse (z. B. www.deinprojekt.de).
  • Frontend: Das, was der Nutzer sieht (Design, Oberfläche).
  • Backend: Die „Maschinenraum“-Seite deiner Plattform (Server, Datenbank, Logik).
  • Content Management System (CMS): Ermöglicht dir das Bearbeiten von Inhalten ohne tiefes Programmierwissen.
  • Plugin oder Erweiterung: Zusätzliche Funktionen, die du in ein CMS oder ein anderes System einbauen kannst.
  • API: Schnittstelle, über die verschiedene Programme miteinander kommunizieren.
  • Minimum Viable Product (MVP): Eine erste schlanke Version deiner Plattform, um schnell Feedback zu erhalten.

Eine Online-Plattform erstellen mit Axisbits

Als Full-Service-Agentur mit langjähriger Erfahrung in der Entwicklung von Online-Plattformen deckt Axisbits alle Bereiche ab, die für dein erfolgreiches Projekt entscheidend sind – vom Konzept und MVP bis zum Launch und darüber hinaus:

  • Beratung & Konzept: Wir helfen dir dabei, deine Ziele zu definieren und eine Strategie zu entwickeln, die sich am Markt orientiert und langfristig rentiert.
  • UI/UX-Design: Unser Kreativ-Team sorgt dafür, dass deine Online-Plattform nicht nur funktionell, sondern auch optisch überzeugt.
  • Software-Entwicklung: Low-Code als Start und eine Hardcode-Programmierung für unbegrenztes Wachstum – wir zeigen dir, was in welcher Phase am besten funktioniert.

Am Beispiel der Plattform für Pflege-Notfallpools der Vokus Personal AG kannst du dir eines unserer Projekte genauer ansehen. Weitere findest du in unserem Portfolio.

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Online-Plattform erstellen – Häufige Fragen und Antworten

Was ist eine Online-Plattform?

Brauche ich Programmierkenntnisse, um eine Online-Plattform zu erstellen?

Was kostet es, eine Online-Plattform zu erstellen?

Welche Technik sollte ich nutzen?

Kann ich eine Plattform allein erstellen?

Wie verdiene ich Geld mit meiner Online-Plattform?

Was passiert, wenn meine Plattform wächst?

Was ist der erste Schritt?

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