
Was ist Digitalisierung?
Früher schrieb man Namen, Adressen, Geburtstage und Telefonnummern in ein Heft und suchte die Einträge später händisch heraus, sobald man sie brauchte. Heute sind alle diese Informationen im Kontaktverzeichnis des Smartphones gespeichert. Gesuchte Einträge lassen sich in Sekunden finden. Das ist Digitalisierung einfach erklärt.
Digitalisierung bedeutet, Dinge von „analog“ auf „digital“ umzustellen. Das kann bedeuten, Papierdokumente in eine Software zu übertragen, Maschinen miteinander zu vernetzen oder ganz neue digitale Produkte zu entwickeln. Ziel ist es, Prozesse einfacher, schneller und oft auch günstiger zu machen.
Beispiel für Digitalisierung:
Der Kassenbon, der früher gedruckt wurde und dann im Portemonnaie oder der Jackentasche landete, steht mittlerweile oft digital zur Verfügung und kann in der App eingesehen werden. Migros setzt in der Schweiz bereits auf den E-Bon.

Was soll damit erreicht werden? (Vorteile der Digitalisierung)
Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Es geht nicht darum, methodisch alle denkbaren Prozesse auf die digitale Ebene zu heben. Vielmehr steht der Mehrwert im Mittelpunkt, den es mit sich bringt, bestimmte Abläufe nicht mehr händisch erledigen zu müssen:
- Zeitfresser eliminieren: Viele Aufgaben werden immer wieder manuell erledigt – das kostet viel Zeit. Digitale Lösungen nehmen diese Arbeit ab und schaffen Freiraum für Wichtigeres.
- Kostentreiber aufdecken: Wer Prozesse auf digital umstellt, erkennt schnell, wo Geld verschwendet wird – sei es durch Papierakten, umständliche Abläufe oder unnötige Lagerflächen.
- Anhand von Daten lernen: Digitale Prozesse liefern automatisch Zahlen und Fakten. Diese kann man nutzen, um Muster zu erkennen, Abläufe zu verbessern oder sogar neue Geschäftsideen zu entwickeln.
- Widerstandsfähiger werden: Ein Unternehmen, das nicht ständig mit ineffizienten Abläufen kämpft, kann sich schneller anpassen – sei es an Marktveränderungen, neue Kundenbedürfnisse oder plötzliche Herausforderungen.
Bekannte Beispiele der Digitalisierung zur Veranschaulichung
- E-Commerce (Online-Shops): Früher konnte man nur im Laden einkaufen, heute klickt man sich durch eine Website und kauft weltweit.
- Cloud-Dienste: Statt teure Server im eigenen Unternehmensgebäude zu betreiben, nutzt man die on-demand Speicherkapazität und Rechenleistung über das Internet.
- Smartphones & Apps: Ein Gerät ersetzt Kamera, Notizblock, Kalender und vieles mehr; Apps fügen neue Funktionen zu einem vorhandenen Gerät hinzu.
- Videokonferenzen: Was vor einigen Jahren noch eine teure Technik voraussetzte, ist heute in vielen Firmen Alltag. Remote-Arbeit ist dadurch möglich.
- Produktionsstrassen in Fabriken: Mit Sensoren und automatisierten Robotern kann exakt geplant und gesteuert werden, welche Stückzahl wann produziert wird.
Beispiele für digitale Produkte:
- Streaming-Dienste ersetzten den Video- und DVD Verleih.
- eBooks dienen als Ergänzung zu Büchern. Durch die leichten Reader und die Möglichkeit, den Text zu vergrössern, werden Bücher dadurch barrierefreier.
- Digitale Inhalte für Spiele: Die Spiele selbst sind bereits digital, doch weitere Inhalte können hinzugekauft werden, ohne eine neue Spiele-CD oder Cartridge zu erwerben.
- Digitale Inhalte für Kreativ-Software wie Pinsel, Vorlagen oder Farbsets.
Wichtige Begriffe, die du kennen solltest
- Digitale Transformation: Der tiefgreifende Wandel eines gesamten Unternehmens oder einer Branche durch Digitalisierung.
- Cloud-Computing: IT-Leistungen wie Speicher, Rechenleistung oder Software werden übers Internet bereitgestellt.
- Big Data: Erfassung und Analyse grosser Datenmengen, um Erkenntnisse zu gewinnen (etwa für die Produktentwicklung oder im Marketing).
- Künstliche Intelligenz (KI): Selbstlernende Algorithmen, die Daten auswerten, Muster erkennen und Entscheidungen automatisiert treffen.
Im Zusammenhang mit der Digitalisierung wirst du auch auf Abkürzungen wie IoT (Internet of Things) und RPA (Robotic Process Automation) stossen. Was hier sehr gross klingen mag, hat eine greifbare Erklärung: Letztlich sind es Werkzeuge, die bei der Umsetzung der Digitalisierung helfen können.

Industrie 4.0 und Digitalisierung
Der Begriff Industrie 4.0 wird oft als nächste Stufe der industriellen Revolution bezeichnet. Sie ist der vierte Schritt in der Kette von Dampfmaschine, Elektrizität & Fliessbandarbeit und dem Einsatz von Computern. Die Idee dahinter lautet:
- Vernetzung in der Produktion: Maschinen, Produkte, Menschen und Systeme kommunizieren miteinander.
- Echtzeit-Daten: Sensoren liefern fortlaufend Informationen zum Produktionsstatus.
- Automatisierung: Roboter und KI-Systeme steuern grosse Teile der Fertigung.
Kurz gesagt: Industrie 4.0 ist der Begriff für Digitalisierung in der industriellen Fertigung. Es geht nicht mehr nur um neue physische Entwicklungsschritte, sondern um eine vollständig vernetzte Wertschöpfungskette – von der Rohstoffbeschaffung bis zum Endprodukt.
Industrie 5.0 könnte den vollumfänglichen Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in einer zuvor vollständig digitalisierten Industrie bedeuten. Davon ist die Welt jedoch noch einige Schritte entfernt und das zu schnelle Greifen nach der nächsten ‘Versionsnummer’ ist umstritten.
Software als Kern der Digitalisierung
Wir von Axisbits sehen täglich, dass sich die Mühe der Digitalisierung lohnt. Es sind diejenigen Unternehmen, die den Wettbewerb anführen, die ihre Prozesse sachlich hinterfragt, verbessert und schliesslich digitalisiert haben.
Zuletzt durften wir die Entwicklung der Vokus24-Plattform übernehmen. Dank unserer Software sind nun über 400 Gesundheitseinrichtungen in der Schweiz in einem zentralen Notfallpool für Pflegekräfte miteinander vernetzt. Mehr dazu findest du in unserem Portfolio-Eintrag zur Vokus Personal AG.
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